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Niederlage im Spitzenkampf

So gross die Vorfreude, so gross die Ernüchterung: MeMuris Herren unterliegen nach dramatischer Wende im Spitzenkampf der 5. Liga gegen Volley Seetal. Eine 2:0-Führung nach Sätzen sowie 14:11 im Entscheidungssatz reichten nicht, um den Sieg ins Trockene zu bringen.

Dabei hatte nach zwei Sätzen nur wenig darauf hingedeutet, dass sich die Begegnung aus Sicht der Gastgeber noch in eine ungewünschte Richtung entwickeln könnte. MeMuri startete schwungvoll in die Partie, kontrollierte das Spielgeschehen aus einer sicheren Annahme, konstantem Zuspiel sowie erfolgreichem Block- und Offensivspiel und ging bald einmal ein paar Punkte in Führung. Das mit vielen jungen, grossgewachsenen Spielern gespickte Volley Seetal seinerseits hatte erhebliche Mühe, mit dem Tempo des Heimteams mitzuhalten, insbesondere in der Annahme. Es konnte sich nur selten in gute Abschlussposition bringen. Im ersten Satz reichte dies für MeMuri, um einigermassen mühelos zum Erfolg zu kommen (25:17), im zweiten Durchgang wurde es dann schon etwas enger (25:23).

Ab dem dritten Spielabschnitt begann sich das Blatt zusehends zu wenden: MeMuri liess etwas nach, während Volley Seetal nach und nach ins Spiel fand, indem es seine starken Offensivleute immer besser in Szene zu setzen vermochte. MeMuri geriet dadurch in Rücklage und lief stets einem kleinen Rückstand hinterher, liess sich jedoch punktemässig nicht endgültig abschütteln. Es stemmte sich vehement gegen den Satzverlust, am Ende waren es allerdings die Gäste, die mit dem vierten Satzball auf 1:2 nach Sätzen verkürzten (26:28).

Im vierten Durchgang kam dann der erste richtige Einbruch: MeMuri wurde zunehmend müde, liess sich vom zeitweise überhasteten Spielstil des Gegners anstecken und auch die letzte Konsequenz in den Aktionen vermissen. Im Spiel der Freiämter war der sprichwörtliche Wurm drin. So sehr es sich auch bemühte, das Tief zu überwinden, es wollte nicht mehr allzu viel zusammenpassen. Je mehr es probierte, zu forcieren, desto fahriger und fehleranfälliger wurde das Spiel der Heimmannschaft. Volley Seetal hingegen war nun auf Betriebstemperatur und spielte seine Offensivpower gekonnt aus. Immerhin gelang es MeMuri kurz vor Satzende, mit einer Miniserie von vier Punkten wieder Moral für den Entscheidungssatz zu tanken.

Im Schlusssatz fanden die Einheimischen dann (endlich) wieder zu ihrem Spiel zurück. Sie lagen stets vorne, ohne sich bis zum Seitenwechsel entscheidend absetzen zu können. Als man beim Stand von 9:7 und 14:11 zum Aufschlag kam, ahnte noch niemand, welch unglückliches Ende die Partie für MeMuri noch nehmen würde, denn bis dahin war es wie schon in den ersten beiden Sätzen das Heimteam, das die Partie bestimmte. Leider ging dann auf Seiten von MeMuri wie auf Knopfdruck nichts mehr. Anstatt mit etwas mehr Risiko die Entscheidung zu suchen, agierte es in der Schlussphase viel zu zaghaft und überhastet. Volley Seetal witterte nun seine Chance, wehrte alle Satzbälle ab und kam seinerseits zu einem Matchball, den es gleich auf Anhieb verwertete (16:14). Etwas sinnbildlich für den Leistungseinbruch ab dem dritten Durchgang beendete ein Eigenfehler von MeMuri die Partie.

MeMuri sah dank starker Anfangsphase lange wie der sichere Sieger aus, gab die Partie dann aus der Hand und musste sich am Ende mit einem Punkt begnügen.

 

Herren 1 - Volley Seetal               2:3      (25:17, 25:23, 26:28, 15:25, 14:16)