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Eine Reise zum Mond und wieder zurück mit drei Punkten im Gepäck

Lostorf, eine Gemeinde im Solothurnischen Nirgendwo, in der stillen und friedlichen Idylle der Natur. Doch die Fauna ist in heller Aufruhr! Der Klang von Fangesängen und Anfeuerungsrufen durchdringt die sonst so ruhige Gegend... Nein, nicht MeMuri Damen 3 war am Spielen, sondern die U23. Mittendrin im Fünfsatzkrimi unsere beiden Teamstützen Vanja und Vivienne. Mit Bangen verfolgten wir dieses Spiel und hofften, dass diese beiden auch bei uns noch etwas Power haben gegen den starken Gegner Lostorf 2.

Trotz heftiger Blasen und Ermüdungserscheinungen konnten und wollten die beiden auch bei uns alles geben. Das Tempo des Gegners überraschte unsere Mannschaft und wir gerieten sehr schnell in Rückstand. Auch die Annahmen klappten nicht wie gewünscht. Trotzdem konnten wir Lostorf auf Schlagdistanz halten, mussten aber den ersten Satz zähneknirschend mit 21:25 dem Heimteam überlassen.

Im zweiten Satz kam MeMuri besser ins Spiel. Man hatte sich an das Tempo gewöhnt und wusste auch langsam, wo die Abwehr schwächer war. Unsere Angreiferinnen konnten durch tolle Pässe von Vanja, Shkurte und Stephanie herrlich in Szene gesetzt werden. So wuchs Jessi über sich hinaus und verbuchte gleich vier Angriffspunkte in Serie. Die Gegnerinnen wurden mit ihren «Lostorf…Lostorf»-Rufen immer leiser, auf MeMuris Seite löste sich die Anspannung und die Spielfreude obsiegte. Shkurte beendete den Satz mit einem herrlichen Longlinesmash und MeMuri glich mit 25:19 das Satzverhältnis wieder aus.

Im dritten Satz warf Lostorf die komplette Elite ins Rennen, doch MeMuri kämpfte auf Augenhöhe. Es gelang kaum einer Mannschaft, mit zwei Punkten davonzuziehen. Dabei entstanden lange Ballwechsel, welche an den Kräften beider Teams nagten. Ein kleiner Tipp von Häcki, die Angriffe etwas kürzer zu spielen, zeigte Wirkung. Auch half der Gegner mit Servicefehlern und Missverständnissen kräftig mit. So zum Beispiel führte eine hohe Rettungsmanschette von Rahel (notabene von der hintersten Ecke und im Flugmodus) zu einem direkten Punkt. Beim Stand von 23:23 meinte Anyely: «LOS FRAUE!» und punktete gleich in der Folge mit einem schönen Angriff (24:23). In der Manie eines Routiniers beendet Stephanie mit dem genau gleichen Schlag wie Shkurte im vorherigen Satz die Zitterpartie (25:23).

Im vierten Satz war der Kampfeswille bei Lostorf irgendwie erloschen oder MeMuri war einfach drückend überlegen. Bis zum Stand von 11:0 musste die Trainerin bereits ein Timeout und zwei Spielerwechsel vornehmen, bevor sie ihren ersten Punkt machten. MeMuri spielte derweil in einer anderen Liga und wie aus einem Guss. Davon, dass Vanja bereits neun Sätze auf dem Feld stand oder wir teils Chaos hatten in den vergangenen Sätzen, war nichts zu spüren. Die Geschichte ist schnell erzählt: 25:11 gewannen wir auch den vierten Satz und freuten uns ausgelassen über die drei Punkte, welche uns (vorerst) auf den ersten Tabellenplatz hievten.

Eine tolle Teamleistung Ladys! Und jetzt ists in Lostorf auch wieder ruhig und friedlich 😊