> Zurück

MeMuri lässt weiter Federn

Martin Rohrer 24.11.2015

Es war wie verhext an jenem Montagabend: MeMuri gewinnt eine weitere Partie, wartet indes weiter auf den grossen Befreiungsschlag. Gegen Aarburg/Zofingen 2 lassen die Herren unnötigerweise einen weiteren Punkt liegen.

Allzu ansehnlich war es nicht gerade, was sich an jenem Montagabend in der Turnhalle Auw auf dem Volleyballfeld zutrug: Auf der einen Seite war der Gastgeber MeMuri sichtlich bemüht, dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken und in die gewünschte Bahn zu lenken, doch so richtig mochte es ihm nicht gelingen. Auf der anderen Seite war es die Spielweise des Gegners, Aarburg/Zofingen 2, die zeitweise etwas gar rustikal daherkam. Gewiss, die Freiämter führten die feinere Klinge, zu einem spürbaren Vorteil gereichte dies jedoch über weite Strecken nicht. Mit Ausnahme des Entscheidungssatzes war es nämlich ein zähes Ringen und Würgen um jeden Punkt. Einmal mehr wurde dem Heimteam zum Verhängnis, dass es gegen Mannschaften mit bescheidener Spielkultur einfach nicht so richtig in die Gänge kommt und daher erhebliche Mühe bekundet.

Dabei hatten sich die Hausherren bis Ende des dritten Satzes eine optimale Ausgangslage zum Punktemaximum geschaffen, indem sie sich beharrlich eine 2:1-Führung nach Sätzen erarbeitet hatten. Unerklärlicherweise ging im folgenden Abschnitt bis weit nach Satzhälfte nichts mehr bei MeMuri, insbesondere im Angriff war es zu sehr auf Sicherheit bedacht und dementsprechend erschreckend harmlos. Dass auch diese Begegnung ganz im Sinne der Platzherren trotzdem noch ein versöhnliches Ende nahm, lag daran, dass sich letztere nach schier endlos scheinenden 1 ¾ Std. Spielzeit ein Herz fassten, im Entscheidungssatz kurzen Prozess machten – endlich, ist man gewillt zu sagen – und dem Trauerspiel dadurch ein ungleich abruptes Ende bescherte. Nach gut 2 Std. und einem abschliessenden 15:5 war es dann soweit und die Fünfsatzkönige aus dem Freiamt hatten wieder zugeschlagen!

So schön jener Erfolg auch war und so erfreulich die Ausbeute bei Partien über die volle Distanz, bleibt nichtsdestotrotz ein kleiner bitterer Nachgeschmack, eine weitere Chance auf drei Punkte nicht genutzt zu haben. In der Zwischenbilanz fehlen so insgesamt bereits drei wichtige Punkte im Kampf um die anvisierten vorderen Plätze.

MeMuri Herren 1 vs. Aarburg/Zofingen 2           3 – 2  (21:25, 25:14, 25:17, 18:25, 15:5)

Weitere Resultate und Rangliste: http://www.svra.ch/Resultate-Ranglisten

Für MeMuri spielten: Massimiliano Gambaro, Patrick Graber, Marco Greter, Dominik Hirschi, Andy Jenni, Nico Nussbaumer, Martin Rohrer, André Strebel, Bastian Täubig, Sven Vollenweider.