Mixed erkämpft sich Tabellenführung
Kaisten…wo zum Teufel ist Kaisten? Brauche ich einen Pass für die Grenze? So in etwa dachten viele, als wir das Ziel eingegeben hatten. TV Kaisten, der vermeintliche Tabellenleader (9 Spiele, 15 Punkte), gegen den Tabellenzweiten MeMuri Mixed (6 Spiele, 13 Punkte). Ein Spiel um die Tabellenführung. Schon im Vorfeld standen die Zeichen für MeMuri schlecht, denn gleich drei der vier Frauen fielen aus. Die Suche nach Ersatz war ebenfalls äusserst schwierig. Trotzdem fanden wir dann auf den letzten Drücker noch zwei Passeusen.
Den ersten Satz nutzten wir zur Abstimmung innerhalb der Mannschaft. Nach einem harzigen Start konnten wir dann mit mehr Power das Spieldiktat an uns reissen. Wegen eines unabsichtlichen Headshots musste der Gegner früh eine seiner Damen auswechseln, was beim Gegner kurzfristig Unkonzentriertheit auslöste. MeMuri konnte das Momentum nutzen und entschied den Satz mit 25:18 für sich.
Im zweiten Satz wechselte Häcki gleich doppelt aus. Ein Experiment, das zu Beginn gut startete. MeMuri konnte im Angriff gut punken und zunächst sah es so aus, als würde auch dieser Satz zu einer Beute von MeMuri. Leider wurden mit der Zeit die Annahmen zu unpräzise und die Pässe konnten nicht mehr wunschgemäss gespielt werden. Auch die Pässe selbst wurden immer unpräziser und am Ende war auch im Angriff und Service der Wurm drin. Trotz Schlussspurt - man lag 16:21 hinten - konnte der Satz nicht mehr gewendet werden und Kaisten gewann verdient mit 22:25. Den Satz nimmt Häcki auf seine Kappe.
Im dritten Satz gingen wir zurück auf die ursprüngliche Formation und ein gehöriges Frustpotenzial wurde mittels starker Angriffe in Punkte umgewandelt. Die Mannschaft erholte sich vom Tief und spielte wieder besser. Der Gegner seinerseits hielt aber wacker dagegen und so wurde es zu einem offenen Schlagabtausch, den MeMuri mit 25:22 für sich entscheiden konnte.
Im vierten Satz blieben wir unverändert, jedoch waren wir auf unserer Seite sehr träge und die Eigenfehler häuften sich. Häcki wechselt sich selbst aus für Maddin und dieser Wechsel zeigte sogleich Wirkung. Die gegnerische Mannschaft vermochte nicht mehr mitzuhalten und die MeMuri-Angriffswelle überrollte sie. Aber es waren nicht die wuchtigen Angriffsbälle, die den Erfolg brachten, sondern die Finten die ins Lagerfeuer gelegt wurden. Gleich vier mal hintereinander gelang so der Punktgewinn. Leider verletzte sich beim Stand von 24:18 eine gegnerische Spielerin am Fuss und der Schock, der durch die Mannschaft ging, entschied in der Folge auch den letzten Ballwechsel des Spiels. MeMuri Mixed gewann schliesslich mit 25:18. Wir wünschen gute Besserung an die verletzte Spielerin.
Fazit: Kein schönes Spiel von uns. Wir waren in weiten Teilen der Partie viel zu langsam und unpräzise unterwegs. Die Tabellenführung ist dennoch verdient und das Saisonziel Ligaerhalt ist in greifbarer Nähe. Egal, wie die Saison ausgeht, wir benötigen auf jedenfall weitere Spielerinnen.