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Erste Punkte im Trockenen


Das Herrenteam zeigte in einem begeisternden Match gegen Volley Seetal eine tolle Leistung, musste sich jedoch letzten Endes in einer regelrechten Achterbahnbahnpartie knapp mit 2:3 geschlagen geben.


Anzeichen, dass die Partie noch zu einem echten Nervenkrimi werden würde, gab es bereits im ersten Satz. MeMuri zeigte sich wach und fand schnell zu seinem Spiel, während Volley Seetal zu viel powerte und sich im Angriff fehleranfällig zeigte. Gegen Satzende drehte dann das Spielgeschehen zugunsten der Gäste, sodass sie den Satz in extremis doch noch für sich entscheiden konnten.


MeMuri zeigte sich ob des knappen Satzverlustes jedoch unbeeindruckt und fand den Tritt in den nächsten beiden Durchgängen schnell wieder. Die Gastgeber waren nun so richtig wachgerüttelt und bestimmten das Spielgeschehen auf dem Feld. MeMuri spielte wie aus einem Guss, zeigte tolle Angriffe und überzeugte in allen Belangen, insbesondere in der Defensive. Die junge Equipe von Volley Seetal hatte dem druckvollen Spiel nur wenig entgegen zu setzen und versuchte, sich stattdessen auf anderer Ebene zu profilieren, indem es sich vermehrt in Diskussionen mit dem Schiedsrichter verwickelte und seinen Unmut gegen MeMuri richtete. Viel half dies nicht, denn der Gastgeber war spielerisch klar im Vorteil und sicherte sich die Umgänge zwei und drei sicher mit 25:17 und 25:18. Damit stand fest, dass MeMuri bereits im zweiten Anlauf zu seinen ersten (erspielten) Punkte kam!


So gut es vorhin lief, so schnell wandte sich im nächsten Spielabschnitt das Blatt wieder zugunsten der Gäste. Nun war es Seetal, das von Beginn weg den Satz kontrollierte, da es seine Fehlerquote senkte und in der Offensive wieder effizienter agierte. MeMuri hingegen verlor den Faden etwas und musste einem ständigen Rückstand hinterherrennen. Am Ende ging der Satz diskussionslos mit 25:16 an Volley Seetal.


Umgekehrtes Bild dann wieder im Entscheidungssatz: MeMuri hatte sich längst wieder gefangen, erzielte Punkt um Punkt und zog dank beeindruckender Effizienz davon. Als es den 14. Punkt erzielte, schien es wie der sichere Sieger, nichts deutete auf das Drama hin, das sich in den nächsten Minuten abspielen sollte. Den Anfang vom Ende läutete ein Servicefehler und zwei Annahmefehler infolge von Abstimmungsproblemen ein. Nun war im Spiel von MeMuri der Wurm drin. Der verflixte, erlösende 15. Punkt wollte einfach nicht gelingen, während sich Seetal in einen Rausch spielte und immer näherkam. Als Seetal schliesslich gar den Ausgleich erzielen konnte, wogten die Vorteile mehrere Male hin und her. Beide Teams erspielten sich zunächst abwechselnd Matchbälle, die nicht verwertet werden konnten, bevor dann beim Stand von 16:17 die Würfel zugunsten der Gäste fielen.


Seetal sicherte sich so dank beeindruckendem Schlussfurioso verdient den Sieg, wobei der Erfolg einen etwas faden Beigeschmack hatte. Die vielen verbalen Verunglimpfungen in Richtung MeMuri, am Ende gar mit untermauert mit Stinkefinger, waren nicht gerade ein Musterbeispiel von sportlichem Verhalten. Das Verhalten der Seetaler Spieler erinnerte bisweilen stark an Szenen, die man eigentlich eher von Fussball- oder Eishockeypartien kennt.

Herren 1 - Volley Seetal 2    2:3    (23:25, 25:17, 25:18, 16:25, 16:18)